Laparoskopische Hysterektomie

Neu entwickelte medizinische Geräte ermöglichen es heute eine Hysterektomie über einen laparoskopischen Eingriff vorzunehmen. Die laparoskopische Methode hat den Vorteil nach der Operation weniger Schmerzen zu verursachen und die Erholung zu beschleunigen. Durch den minimalinvasiven Eingriff bleiben auf der Haut kaum sichtbare Narben zurück, was von Patientinnen natürlich sehr geschätzt wird. Die Wundheilung wird auf wenige Tage verkürzt, was die Kosten reduziert und große Zeitersparnis für alle Beteiligten darstellt.

 

 

TCM 3000 BL Morzellator 1507 WEB

Morcellator System


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Passendes Equipment:

Schneidrohre      > Schutzrohre       > Obturatoren   > Trokare

 

5194 Greifzange Tenaculum forceps 5-420mm WEB

Zubehör/ Ersatzteile


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Laparoskopischer Zugang

Von der Scheide her wird ein Manipulator (Führungsinstrument) in den Uterus eingelegt, damit dieser während der Operation bewegt werden kann. Eine Keramik-Kappe über dem Cervix (Muttermund) ermöglicht es später, diesen sicher von der Vagina abzusetzen.

Der Bauchraum wird durch eine dünne Kanüle mit Gas (CO2) gefüllt, damit die Bauchdecke angehoben wird und freie Sicht auf die Bauchorgane ermöglicht. Im Nabel-Bereich wird die Kameraoptik durch einen perkutanen Zugang eingeführt. Im Unterbauch werden durch kleine (5 – 10 mm) Schnitte die benötigten Operationsinstrumente eingeführt (z.B. elektrische Schere, Morcellator, blutstillende Klemmen usw.). Durch die Kamera wird das Bild auf einen großen Monitor übertragen. Die modernen Optiken und Instrumente ermöglichen gute Sicht und daher sicheres Operieren.

Schnittführung

Muss der Uterus vollständig entfernt werden (bis zum äußeren Cervix), wird der Schnitt an der Keramikkappe geführt und anschließend vernäht. Mit dem Morcellator wird der abgetrennte Uterus stückweise aus der Bauchhöhle herausgeschnitten und entfernt.
Bei der suprazervikalen Hysterektomie wird der Uterus oberhalb des Gebärmutterhalses abgetrennt (innerer Cervix). Je nach Befund entscheidet der Arzt ob die Gebärmutter durch die Vagina entfernt wird oder laparoskopisch entfernt werden kann. Besteht erhöhtes Risiko zum Beispiel durch einen vergrößerten Uterus und damit minimierter Sicht und beengten Platzverhältnissen, kann die Operation durch einen Bauchschnitt beendet werden. Bei allen Varianten der Hysterektomie kann jedoch die Entfernung des Uterus grundsätzlich durch Morzellieren erfolgen.

Morzellieren mit Schutzrohr

Bei der Hysterektomie durch einen laparoskopischen Eingriff wird der Morzellator mit Hilfe des Obturators durch einen perkutanen Zugang in die Bauchdecke eingeführt. Nach der Entfernung des Obturators, wird das Schneidrohr zur Entfernung des geschädigten Gewebes durch Festhalten der Getriebeeinheit und gleichzeitiger Drehung des Schutzrohrs aus der «Non cut»- Stellung freigelegt und damit zur Morcellierung vorbereitet.

Morzellieren mit Trokarhülse

Bei der Morzellierung mit Trokar wird im selben Arbeitsgang die Bauchdecke durch Aufblasen vom Operationsherd ferngehalten und Platz für den Eingriff geschaffen. Der Trokar bleibt während des Eingriffs flexibel, kann also rotiert werden, um die Abschrägung an der Spitze der Trokarhülse gegen das zu schützende Organ oder Gewebe zu drehen. Erst dann wird der Obturator entfernt und die gesamte Klinge freigegeben. Die dafür benötigte Instrumenten- Konfiguration ist auf der Seite mit der Systemübersicht mit der Trokarhülse unter Option 2 veranschaulicht. Unter Option 1 ist die Konfiguration mit Schutzrohr dargestellt.